Ausrüstung:
Wer die Bauwerke der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen etwas intensiver erkunden will, sollte dies vernünftig ausgerüstet und mit der entsprechenden Kleidung tun.
Bei uns haben sich folgende Ausrüstungsgegenstände bestens bewährt.
Beleuchtung
LED- Stirnlampe - unentbehrlich, da man beim Klettern die Hände frei hat, außerdem leuchtet sie bis zu 80 Stunden
"Maglite" Taschenlampe mit 3 R20 Batterien bestückt - handlich und hat große Leuchtkraft
LED- Fahrrad oder LED- Taschenlampe - bei langen Märschen durchs Hohlgangsystem als "Heimbringer" geeignet, da sie ewig leuchten, bevor die Batterie aufgibt
Knicklichter - praktisch als Notlicht oder zurückgelassener Wegweiser/Markierung im Hohlgang
Kleidung
BW- Stiefel - einfach unverwüstlich und auch bei Wasserständen von 5 bis max. 10cm dicht
Kampfanzüge der Bundeswehr oder vom österreichischen Bundesheer (die haben wir) - sehr robust und mit vielen großen Taschen
ungefütterte Lederhandschuhe - ideal wenn man in die stark gesprengten Werke klettert oder man sich durch die stachelige Vegetation kämpfen muss
Kartenmaterial
Wer beabsichtigt das Hohlgangsystem auf eigene Faust zu erkunden, sollte sich vorher eine vernünftige Karte von diesem besorgen, denn da unten kann man sich schnell verlaufen... Ansonsten lassen sich die meisten oberirdischen Bauwerke recht gut anhand der Karten von R.M. Jurga finden. Diese bekommt man an den Stellen, wo auch Führungen angeboten werden. (Burschen Pz.Batt. Nord, Pniewo Pz.W.717)
Fotografie
Sony DSC W1 - tolle Digitalkamera mit 5 Megapixel Auflösung und 3- fach opt. Zoom. Die Akkus (2x R6) halten auch bei ständigem Blitzeinsatz extrem lange und können gegebenenfalls durch handelsübliche Batterien ersetzt werden. Ein weiteres Plus sind die sehr kurzen Auslösezeiten. Auch in punkto Bedienfreundlichkeit ist die Kamera top. Einziges Manko - teure Speicherkarten (Sony Memorystick)
Canon IXUS 400 digital - sehr handliche Digitalkamera mit Metallgehäuse, 4 Megapixel Auflösung und 3- fach opt. Zoom. Diese Kamera bewährt sich bei uns jetzt schon seit August 03 und liefert tolle Fotos. Als Speichermedium dienen preisgünstige CF- Karten. Die Bedienfreundlichkeit ist ebenso gut wie bei der Sony. Negativ: spezieller Akku erforderlich, lange Auslösezeiten
Wer einigermaßen professionelle Fotos im unterirdischen Bereich machen will, kommt um ein leistungsfähiges Blitzlichtgerät nicht herum.
Atemluftanalyse
Einige Experten bewaffnen sich bei ihren Touren mit einem Gasanalysegerät und messen die Konzentration giftiger Gase (Sumpfgas etc.) in den Bunkern, bevor sie hineinsteigen. Nun ja, sicher ist sicher. Wir halten das allerdings für übertrieben! Es gibt kaum ein Loch, in das wir noch nicht gekrochen sind und bislang hatten wir weder mit Übelkeit oder anderen Vergiftungserscheinungen zu kämpfen. Allerdings - sollte es uns dennoch mal erwischen, so werden wir kaum noch darüber berichten können ;-)