Bildmaterial von der großen Schleuse (Sparschleuse) bei Kreypau,

diese diente dazu, den Höhenunterschied hier von ca. 15 m zu überwinden.

 

Schleusen und Hebewerke erlauben das Heben oder Senken eines Schiffes auf einen höher oder tiefer gelegenen Wasserspiegel. Typische Schleusenhöhen liegen heute bei bis zu 30 m. Aus wirtschaftlichen Gründen werden statt mehreren Schleusen mit geringer Höhe, möglichst wenig Schleusen mit großen Höhen gebaut.

Durch Füllen oder Leeren der verschließbaren Schleusenkammer wird der Wasserspiegel bei Berg- oder Talfahrt dem Ober- oder Unterwasser angepasst. Das Oberhaupt sperrt die Schleusenkammer gegen das Ober-, das Unterhaupt gegen das Unterwasser ab. Die Häupter nehmen die Schleusentore sowie die Ein- und Auslaufkanäle zum Füllen und Entleeren auf.


Sparschleusen funktionieren folgendermaßen: Durch das Füllen der Schleusenkammer aus dem Oberwasser und dem Entleeren ins Unterwasser wird der Wasserspiegel dem Ober- oder Unterwasser angepasst. Dadurch wird dem Oberwasser ständig Wasser entzogen. Bei Kanälen ohne oder mit nur geringen natürlichen Zuflüssen, muss dieses Wasser mit teurer Energie zurückgepumpt werden. Sparschleusen reduzieren diese Wassermengen. Bei der Talfahrt eines Schiffes werden die Sparbecken über ein Rohrsystem nacheinander mit einem Großteil des Wassers aus der Schleusenkammer gefüllt, das in den Sparbecken gespeichert wird. Das restliche Wasser wird in das Unterwasser abgelassen. Für die Bergfahrt fließt das gespeicherte Wasser durch die gleichen Rohre wieder in die Sparbecken zurück. Aus der oberen Kanalhaltung wird nur noch der Ausgleich des Verlustwassers benötigt. Beide Vorgänge beruhen auf dem Prinzip der verbundenen Röhren und benötigen keine Energie.

 

 

  Blick auf die unvollendete Schleuse aus Richtung Saale
 

 

  Die untere Ausfahrt der Schleuse, sie ist ca. 15m tiefer gelegen als die obere Einfahrt
 

 

  Untere Einfahrt in die Schleuse
 

 

  Blick hinauf, in der Wand die Halterungen zum vertäuen der Schiffe
 

 

 

 

  ... aus der Nähe
 

 

   
 

 

  links ein Brückenpfeiler einer geplanten Brücke, die den Kanal an dieser Stelle überspannen sollte, rechts der Überlauf des Sparbeckens
 

 

  Blick in die Schleuse mit ihren 110m Länge
 

 

  überall stößt man auf Hinweise vom plötzlichen, kriegsbedingten Baustopp
 

 

  Über diese Öffnungen unterhalb des Kanals wurde die Schleuse geflutet.

Dazu strömte das Wasser der Sparbecken und zusätzlich Wasser des oberen Kanals über Einlassöffnungen ein.

 

 

  eine der Öffnungen aus der Nähe
 

 

  hier aus der Distanz, zur besseren Verdeutlichung haben wir die Lage der Öffnungen markiert.
 

 

  eine der Seitenwände der Schleuse vom Sparbecken aus fotografiert
 

 

  Blick auf die obere Einfahrt in die Schleuse vom Kanaldamm. der Pfeil kennzeichnet die Stelle, an der die Schleusentore angebracht werden sollten. Diese sollten ein auslaufen des Kanals verhindern. Links und rechts der Schleuse befinden sich die Sparbecken
 

 

  das trockene Kanalbett, links und rechts durch Pfeile gekennzeichnet die Kanaldämme

 

 

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