Pz.W. 625

 

Baujahr:                  1935/36

Ausbaustärke:         B alt                                           

Nutzfläche:             242,95 m²

Erhaltungszustand:  90%

   

Um das zum Südabschnitt gehörende Pz.W. 625 zu erreichen, fährt man auf auf einer relativ schlechten Straße von Olobok über Rokitnica in Richtung Skape, bis man die Straßenkreuzung Miedzylesie – Rokitnica – Skape erreicht (von Rokitnica ca. 4 km). Hier lässt man sein Fahrzeug stehen (am besten auf dem Grünstreifen mitten auf der Kreuzung).

Ca. 100m von hier in Richtung Skape befindet sich noch die Kipprollbrücke 611, welche den Fluss Olobok überquert. Wahrscheinlich diente das Pz.W. unter anderem der Verteidigung dieser Brücke.

Begibt man sich von der Kreuzung in westlicher Richtung in den Wald, so erreicht man das Pz.W.625. Im Vorgelände sind heute noch Panzerhindernisse (Gräben) erkennbar.

Das Bauwerk befindet sich in einem guten Erhaltungszustand, ähnelt im Grundriss dem Pz.W.669 der Werkgruppe „Litzmann“ und ist in der gleichen Bauphase erbaut worden.

Der sicherste Einstieg in das Bauwerk ist über die Eingangsverteidigung gegeben, da die Fallgrubenabdeckungen des eigentlichen Eingangs entfernt wurden. Alle Räume des Pz.W625 sind zugänglich.

Das Pz.W. besaß einen Dreischartenturm 2P7 für 1MG, einen Sechsschartenturm 20P7 für 2 MG, sowie zur flankierenden Eingansverteidigung eine Panzerplatte 7P7 für 1MG. Im Eingangsblock befand sich die Entgiftungsnische, zwei Fallgruben und zwei Nahkampfscharten, eine dritte Scharte befand sich an der Rückseite der Pak-Garage. Im Obergeschoss waren der Führer- und der Nachrichtenraum, der Kampfraum zur Nahverteidigung, die Wache, der Waschraum und die Toiletten, der Wasservorratsraum und der Bereitschaftsraum untergebracht. Von hier aus geht es  auch in den Sechsschartenturm. Wie an fast allen Bauwerken des OWB wurden auch hier sämtliche Panzerbauteile entfernt.

 Über eine Betontreppe erreicht man das Untergeschoss. Hier befanden sich die Ruheräume der Besatzung, die Küche sowie Lagerräume und der Zugang zum Dreischartenturm. Damit das Pz.W. unabhängig von der Außenwelt war, waren hier unten auch die Versorgungsanlagen untergebracht. Im Maschinenraum standen früher zwei Aggregate zur Stromerzeugung und die Lüftungsanlage. Außerdem gab es einen Pumpenraum in dem aus einen Tiefbrunnen Wasser gewonnen wurde, welches nach dem Verschmutzen in eine eigene Klärgrube kam. Mit Hilfe zweier Notausgänge gelangte man von hier aus auch wieder ins Freie.

+ Achtung! + In der Wache befinden sich sehr gut erhaltene Erläuterungen über die Farbkennungen der Versorgungsleitungen. Sehenswert!

 

 

  Pz.W.625  im Vordergrund gut sichtbar die Pak-Garage

 

 

 

 

Pz.W.625  Blick auf die Pak-Garage

  

    

      

Pz.W.625  Blick durch die Pak-Garage ins Freie 

Treppe vom Untergeschoss zum Obergeschoss

 

 

Pz.W.625  Beschriftungen in der Wache 

 

                                       

Pz.W.625  Pierre an den Resten eines ge-

sprengten Dreischartenturms 2P7

 

 

 

Pz.W.625  gesprengter Sechsschartenturm 20P7